
Am 16. April 1945 begann auf den Seelower Höhen die letzte große Schlacht der Roten Armee gegen die deutsche Wehrmacht. Sie markierte das Ende des Zweiten Weltkrieges, der 27 Millionen Sowjetbürgern das Leben kostete und für 65 Millionen Menschen weltweit den Tod bedeutete. Das Ausmaß der Zerstörung an Fabriken und Wohnungen und das Leid der Soldaten und der Zivilbevölkerung kann heute kaum noch jemand ermessen, weil wir es nicht mitgemacht haben. Die letzte große Schlacht vor dem Ende des Krieges forderte mehr als 100 000 Tode verschiedener Nationen auf beiden Seiten und Soldatenfriedhöfe, Stelen und Obelisken in vielen Dörfern des Oderbruchs zeigen noch heute dem aufmerksamen Besucher den Blutzoll des Krieges.
Erinnerungskultur
Darum ist es so wichtig, eine Erinnerungskultur zu pflegen und sich immer wieder bewusst zu machen, was damals geschehen ist, damit es heute nicht wieder geschieht. Und darum nahm der Landesvorstand der Basisdemokratischen Partei Deutschland an der Gedenkveranstaltung der russischen Botschaft auf den Seelower Höhen teil und legte ein Blumengebinde nieder.
Alle Besucher waren sich an diesem Tag und an diesem historischen Ort einig, dass ein Krieg zwischen Deutschen und Russen nie wieder geschehen soll. Allerdings suchte man seit 2022 die Vertreter der Landes- und der Bundesregierung in Seelow vergeblich. Und das Landratsamt als Träger der Gedenkstätte machte zwar eine Gedenkveranstaltung am Denkmal der Toten oberhalb des Museums und auf einem deutschen Soldatenfriedhof in Seelow, lud aber den russischen Botschafter dazu nicht ein. Damit gab es nun zwei Veranstaltungen, eine des Landratsamtes und der Stadt Seelow um 10 Uhr und eine andere mit russischer Beteiligung um 11 Uhr.
Der RBB machte daraus einen kurzen Beitrag in seiner Sendung „rbb24 mit Sport“ vom 16.04.2026 zwischen 21:45 Uhr und 22:00 Uhr:
Ursache für die Trennung ist die seit 2014 zunehmende Feindbildpropaganda gegen Russland, die von den unter amerikanischem Einfluss stehenden Medienhäusern praktiziert wird. Die Besucher, die an diesem Tag mit Blumen, Gestecken und Kränzen kamen, wollten das nicht. Die Stimmung war zunächst besinnlich. Man stand in einer Reihe und legt die Blumen im Gedenken ab. Zwei Soldaten in Uniformen der Roten Armee flankieren die Gedenkmauer. Danach gab es angeregte Gespräche, insbesondere mit den russischen Vertretern. Auch die Delegation der Partei dieBasis tauschte sich mit den Botschaftsvertretern Russlands aus und besprach, welche Veranstaltungen man in Zukunft zusammen organisieren könnte.
Beziehungspflege
Der Landesvorstand war schon am 2. April 2026 auf Besuch in der russischen Botschaft und hatte eine 90 Minuten lange Unterredung mit dem Botschaftsrat Alexander Miljutin, in der wir unsere Entstehung und unsere Werte erläuterten. Wir wollen Frieden und Freundschaft mit Russland und ein kulturelles Austauschprogramm, damit wir uns besser kennenlernen und einander verstehen. Das ist der Weg, um Kriege zu verhindern. Die Kriegsrhetorik und Isolationspolitik der Bundesregierung lehnen wir entschieden ab. Bei dem Treffen erhielten wir die Einladung zu der Veranstaltung auf den Seelower Höhen, die wir gerne annahmen.
Impressionen
Ohne viele Worte versammelten sich die friedliebenden Menschen und erlebten im stillen Gedenken ihre innere Verbundenheit. Im direkten Gespräch vergewisserten wir uns unserer gemeinsamen Zielsetzung und bekräftigten den Willen, in der Zukunft enger zusammenzuarbeiten. In diesem Sinne sind solche Treffen von großem Wert.
Bildergalerie






Ausblick
Der Landesverband Berlin der Basisdemokratischen Partei Deutschland (dieBasis Berlin) wird am 8. Mai 2026 eine Demonstration auf dem Alexanderplatz orchestrieren. Wir bringen damit zum Ausdruck, dass Frieden unser wichtigstes Ziel ist. Frieden heißt für uns, dass unterschiedliche Meinungen, Perspektiven, Interessen und auch Konflikte nur im Dialog und im Konsens geklärt werden. Wir sehen Deutschland wegen seiner Lage mitten in Europa, seiner Geschichte und seinem geistigen Potential in einer besonderen Verantwortung, nicht einseitig, sondern vermittelnd und ausgleichend zu wirken. Das gilt auch und gerade für den Ukrainekrieg. Im Angesicht der drohenden Kriegsgefahr für Deutschland wollen dafür öffentlich einstehen.

