Die beiden Berliner Landesvorstände des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und der Basisdemokratischen Partei Deutschland (dieBasis) hatten zu einer Pressekonferenz am 28. August 2026 in den Sprechsaal eingeladen. Anlass war die Ankündigung einer Zusammenarbeit in drei wesentlichen politischen Feldern: der Corona-Aufarbeitung, der Friedenspolitik und der Entwicklung von Formen direkter Demokratie.

Vorgeschichte
Die Absicht einer Zusammenarbeit ist über die Zeit gewachsen. Ein Ausgangspunkt war die Tatsache, dass das BSW zur Abgeordnetenhauswahl zugelassen worden war und dieBasis nicht, weil sie nur 854 Unterstützerunterschriften gesammelt hatten. Nötig für die Zulassung waren 2.200 Unterstützer.
Beide Parteien waren an der Vorbereitung der traditionellen Demonstration am 1. August 2026 beteiligt und Alexander King war als Redner auf der Bühne aufgetreten. Nach der Demonstration hatte Alexander King mit dem Landesvorsitzenden Dr. Dieter Bonitz telefoniert, um über Möglichkeiten zur Kooperation zu sprechen. Auf Einladung des Landesvorstands der dieBasis trafen sich die Doppelspitze des Berliner BSW, Alexander Thyrêt und Alexander King, und vier Vertreter des Landesvorstands der dieBasis in der Bundesgeschäftsstelle, Zillestraße 9, 10585 Berlin. Auf Seiten des Landesvorstands der dieBasis waren Dieter Bonitz, Bettina Kappeler, Carola Muysers und Uwe Skryczinski an dem Gespräch beteiligt. Schon in der Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass wir in der Corona-Zeit eine gemeinsame Erfahrung von gesellschaftlicher Ausgrenzung erlebt haben, weil wir die Maßnahmen kritisch reflektiert und hinterfragt hatten.
In der zweiten Runde haben wir drei Themenfelder identifiziert, in denen sich eine Zusammenarbeit lohnen würde: Wir streben erstens einen Corona-Untersuchungsausschuss für Berlin an, zweitens einen kulturellen Austausch, Frieden und Freundschaft mit Russland und drittens die Erweiterung demokratischer Mitbestimmung um Formen der direkten Demokratie.
Rücksprache mit den Mitgliedern
Über das Gespräch haben wir im Vorstand beraten und beschlossen, dass wir in einem Zoom für alle Mitglieder darüber beraten. Das Online-Treffen, zu dem alle Mitglieder eingeladen waren, ergab, dass es überhaupt keine Widerstände gegen eine Zusammenarbeit gab. Es wurde im Gegenteil sehr positiv aufgenommen, weil es uns Türen für eine politische Wirksamkeit auch ohne Mandat im Abgeordnetenhaus ermöglicht.
Nach der positiven Resonanz haben wir eine Pressekonferenz geplant, die so früh wie möglich stattfinden sollte, damit sie für die Berliner Wahlen noch maximale Wirkung erzielen kann. Die Einladung übernahm das BSW, die über ein professionelles Team in Berlin verfügten.
Überwältigende Resonanz
Die Resonanz der Presse hat beide Landesvorstände überrascht. Die Bilder wurden in ganz Deutschland verbreitet und lösten allerdings in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen Fragen aus, die der Landesvorstand aber überzeugend beantworten konnte. Immerhin wurde eine hohe Resonanz und Aufmerksamkeit für die Basisdemokratische Partei Deutschland erzeugt, die im Informationszeitalter Gold wert ist. Bis auf die Webseite der Tagesschau hat es unsere Meldung gebracht, dass die „Querdenker-Partei“ in Berlin zur Wahl des BSW aufruft. Sowohl bei Anhängern des BSW als auch bei den Anhängern der dieBasis wurde die Erklärung überwiegend positiv und zustimmend aufgenommen. Es ist schließlich auch ein Zeichen besonderer Art, wenn zwei Partei, die normalerweise Konkurrenten sind, sich für eine Zusammenarbeit entscheiden.

