Kundgebung für das Russische Haus

Das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in der Berliner Friedrichstraße 176-179 ist ein Veranstaltungshaus und ein Kulturzentrum für russische Wissenschaft, Literatur und andere Künste. Am 5. Juli 1984 wurde es in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) eröffnet. Es bietet Raum für Ausstellungen, Konferenzen, Konzerte, Filmvorführungen und Lesungen.

Das Gebäude wurde nach Plänen des Architekten Karl-Ernst Swora zwischen 1981 und 1984 errichtet. Für den Bau wurden Granit aus der Lausitz und Kalkstein aus der Bulgarischen Stadt Wraza verwendet. Das Gebäude hat 29.000 qm nutzbare Fläche. Der Eingangsbereich wurde mit Glas von der Künstlergemeinschaft Glasgestaltung Magdeburg geschaffen, die auch die gläserne Blume am Palast der Republik entworfen hatte.

Seit einiger Zeit, insbesondere seit dem Beginn der militärischen Auseinandersetzung in der Ukraine wird das Russische Haus als Instrument russischer Propaganda angefeindet. Nun soll das Russische Haus als Einrichtung geschlossen werden. Die FAZ berichtete darüber.

Stellungnahme

Der Landesverband Berlin der Basisdemokratischen Partei Deutschland (dieBasis Berlin) hält diesen Schritt für einen schweren Fehler, wenn man an einem Frieden mit Russland interessiert ist. Leider passt diese Maßnahme zu dem hybriden Krieg, den die Nato und Deutschland bereits gegen Russland führen. Das Schlachtfeld ist die öffentliche Meinung. Jede oppositionelle Stimme, jede Stimme der Völkerverständigung und der Freundschaft mit Russland soll unterdrückt und zum Schweigen gebracht werden. Dieser Krieg wird gegen Russland und zugleich gegen uns als Bevölkerung Deutschlands geführt. Wir werden durch die Propagandamedien des öffentlichen Rundfunks und der staatstreuen Presse auf einen Krieg gegen Russland vorbereitet.

Seit dem 8. Mai 2026 veranstaltet der Landesverband immer wieder ein Aktionstheater unter dem Motto „Frieden mit Russland„. Frieden steht auch für die Säule der „Achtsamkeit“, als einer der vier Grundwerte unserer Partei. Darum möchten wir, dass das Russische Haus erhalten bleibt und für Frieden, Freundschaft und Völkerverständigung mit Russland weiterarbeitet.

Kundgebung

In dieser Frage sind sich die Berliner Landesvorstände von BSW und dieBasis einig, wie sie in einem gemeinsamen Spitzengespräch am 10. August 2026 festgestellt hatten und es auf einer Pressekonferenz am 28. August 2026 verkündet hatten. Nun hatte der Berliner Landesverband des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) für den 4. September 2026 zu einer Kundgebung um 18 Uhr aufgerufen. Dort sprachen zunächst die beiden Spitzenkandidaten und Landesvorsitzenden der Partei für das Abgeordnetenhaus, Alexander King und Josephine Thyrêt. Weitere prominente Rednerinnen des BSW waren Sevim Dagdelen und Wiebke Diehl. Schließlich kam auch die Leiterin des Theaters Ost, Kathrin Schülein, zu Wort, die auf die prekäre Situation ihres Hauses hinwies.

Bei regnerischem Wetter nahmen viele hundert Menschen an der Kundgebung teil, um für den Erhalt des Russischen Hauses zu demonstrieren. Aus dem Berliner Landesvorstand waren Dieter Bonitz, Bettina Kappeler und Carola Muysers auf der Demonstration anwesend, um das gemeinsame Anliegen, den Erhalt des Russischen Hauses, zu unterstützen.

Impressionen von der Kundgebung