Auf dem Potsdamer Platz versammelten sich Donnerstagmorgen, den 5. März 2026, zahlreiche Schülerinnen und Schüler, um gegen die Reaktivierung der Wehrpflicht zu demonstrieren. Sie verbanden das mit einem Schulstreik, weil sie zu dieser Zeit dem Unterricht schwänzten. Die Aktion war ein Protest im Rahmen der Friedensbewegung. So wurde die Aktion auch logistisch von der bundesweit agierenden Friedenskoordination unterstützt.
Worte statt Waffen

Auf dem Potsdamer Platz sah man aber nicht nur viele junge Leute, die wir in der Friedensbewegung und im Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen des Staates lange vermisst hatten, sondern auch einige Senioren, die sich mit den Schülern solidarisierten. Die Basisdemokratische Partei Deutschland (dieBasis) war mit zwei Vertretern des Landesvorstands vor Ort: Dieter Bonitz und Dietmar Schmidt. Die Partei dieBasis hatte bei der Wiederholungswahl zum Abgeordnetenhaus 2023 mit einem achtseitigen Flugblatt geworben, das auf dem Titel die Losung „Worte statt Waffen“ trug. Damit wurde zum Ausdruck gebracht, dass wir Waffenproduktion und Waffenlieferungen ablehnen und diplomatische Lösungen anstreben. Das Flugblatt war überarbeitet und zur Mitgliederwerbung umformuliert worden. Dieses achtseitige Faltblatt, das auch andere Themen behandelte, haben wir verteilt.
Aktivisten im Gespräch



Beim Verteilen von Flugblättern traf man auch andere, die auch ihre Botschaften unter das Volk bringen wollten. Mit zwei Linken kam Dieter Bonitz ins Gespräch. Einer hatte als Student in den 80er Jahren auch den ersten Band des Kapitals gelesen und man kam ins Schwärmen über die gemeinsame Jugend. Im Verhältnis zur AfD trennten sich jedoch die Geister. Während die Partei dieBasis, den Ausschluss der AfD aus dem demokratischen Willensbildungsprozess als undemokratisch verurteilt, war dieser Aktivist der Ansicht, das sei nötig. Und damit war dann die positive Grundstimmung mit einem Mal gestört.



Andere scheuten sich gar, ein Flugblatt von der Basis auch nur entgegenzunehmen. Man fragte sich unwillkürlich, wovor er Angst hatte, die deutlich zu sehen war. Es ist wirklich traurig, wie der offene Meinungsaustausch, der Voraussetzung einer demokratischen Willensbildung ist, beeinträchtigt ist. Und die armen Seelen, die irgendwelchen „linken“ Glaubenssätzen anhängen, weil sie nicht gelernt haben, selber zu lesen und zu rechnen, zerstören damit ihre eigenen Lebensgrundlagen.
Bündnis oder Spaltung
Natürlich hörte man auch wieder Stimmen, die zum „Kampf gegen Rechts“ aufriefen. Dabei ist doch die Beschwörung einer rechten Bedrohung ein psychologisches Manöver im globalen Krieg der herrschenden Klasse gegen die Bevölkerung. Leider haben das viele Linke nicht kapiert, die das System bekämpfen wollen, sich aber bei der Bildung von Bündnissen, um das Ziel zu erreichen, selbst im Wege stehen. Nun sind ja viele „Linke“ auch schon an den Fleischtöpfen der Macht angelangt. Ob das Politiker oder Gewerkschaftsfunktionäre sind. Mit Kampfrhetorik und markigen Sprüchen halten sie ihre Anhänger bei der Stange und arrangieren sich zum eigenen Vorteil mit den Machthabern.
Hoffen und Bangen
Wie sich der Weltkrieg weiterentwickelt, hängt von jedem Einzelnen und seinen Taten ab. Demonstrationen sind ein Mittel, den Kriegstreibern die Geschäfte zu versauen. Man kann auch einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen oder sich der militärischen Behandlung total entziehen. Das bedeutet aber auch, dass man damit Risiken eingeht. Aber das war auch während der Nazi-Zeit und in der Corona-Zeit so. Das Schlimmste sind Dummheit und Feigheit. In der Kombination führen sie unweigerlich in s Verderben. Darum wollen wir mutig sein und unser Ziel klar benennen: ein friedliches und achtsames Miteinander aller Menschen dieser Erde.


