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Ich habe kein Vertrauen

Schreiben an die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci

Guten Tag, sehr geehrte Frau Senatorin Dilek Kalayci!

Mit aktueller Tagespost erhielt ich eine Einladung von Ihnen, mich kostenlos und freiwillig gegen den aktuellen SARS-CoV-2-Erreger impfen zu lassen. Ich gehe davon aus, dass Sie um die Erhaltung meiner Gesundheit besorgt sind. Deshalb sehe ich es als ethisch an, mich dafür zu bedanken.

Ich möchte allerdings nicht versäumen Ihnen mitzuteilen, warum ich Ihr freundliches Angebot nicht annehme. Der philosophische Hintergrund meines Lebensstils ist: „für“. Die sich daraus herleitende Frage wäre also: Was können Sie für mich tun, damit ich nicht infektiös erkranke? Es geht also nicht darum, Mittel zu finden und zu gebrauchen, die gegen etwas sind, hier zum Beispiel gegen ein Virus. Nach meiner Philosophie hieße das: Was stärkt mein Immunsystem, so dass ich nicht krank werde?

Was uns gesund erhält und im Krankheitsfalle bei der Genesung unterstützt ist Folgendes: besitzlose Liebe, zärtlicher Körperkontakt, Ruhe oder Zuwendung (je nach Typ), Anerkennung, Verständnis, positive soziale Bezogenheit, Zwanglosigkeit, Angstfreiheit, Geborgenheit … ausreichend gutes Essen und Trinken, saubere Luft, wenig Lärm, Disstressfreiheit.

An diesem Punkt scheiden sich die Geister, in diesem Fall: unsere.

Ich habe in der Schule gelernt, dass Viren nicht leben, da sie weder Fortpflanzung noch Stoffwechsel betreiben. Ich habe in einer Suchmaschine im Netz bei „Pschyrebel. Klinisches Wörterbuch“ nachgeschaut und konnte feststellen, dass sich das nicht geändert hat. Daraus, dass Viren nicht leben, folgt, dass sie nicht böse sind, keine Absichten haben, nicht infizieren …usw., denn das würde Handlung voraussetzen – und das ist nun mal nicht Sache von Toten. Da aber offensichtlich Menschen in Verbindung mit dem Erreger krank werden und einige sogarversterben, müssten wir der Frage nachgehen: Warum vermehrt der menschliche Organismus Viren? Welche Absicht verfolgt der Organismus damit?

1964 habe ich mich zum letzten Mal impfen lassen. Damals kam im Westen grade „Polio-auf-Zuckerwürfel“ in Mode. In den Folgejahren habe auch ich mir dann immer mal wieder eine „Auszeit“ genommen und einen grippalen Infekt durchlebt, aber das konnte ich im Laufe des Erwachsenwerdens dann irgendwann auch ohne Impfung und/oder Medikamente sein lassen. Auch „Mittel gegen das Leben“ (Antibiotika) gehören nicht mehr zu meinen Heilmitteln. Das gelang mir dadurch, dass ich mich ab etwa dem 25.-Lebensjahr angefangen habe mit Psychosomatik zu befassen. Wie Sie wissen besagt Psychosomatik, dass jeder Krankheits- und Leidenszustand eine körperliche und eine psychische Komponente besitzt. Da entstand für mich dann relativ schnell die Frage: Warum werde ich eigentlich krank?

Mit 28 Jahren begann ich eine Ausbildung zum Ergotherapeut an der Schule für Beschäftigungs- und Arbeitstherapie an der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Berlin-Reinickendorf. In den Folgejahren wurde mir im Kontakt mit psychiatrischen Patienten auffällig,dass bestimmte Personen sich immer mal wieder erneut zur Behandlung bei uns einfanden. Ichhabe mich für ihren Lebensstil interessiert. Dabei fand ich eine eigentlich ganz einfache Lösung: Sie wurden deshalb immer wieder krank, weil sich ihr Alltag nicht veränderte. Nach der klinischen Entlassung gingen sie immer wieder ins selbe Umfeld zurück, in dem sie erkrankten, weil sie dort ein Problem hatten, das sie durch die Erkrankung zur Aufmerksamkeitbrachten. Das geschah deshalb, weil sie Hilfe von außen benötigten, um dieses Problem zu lösen. Da aber die klinischen Behandler entweder den Sinn der Erkrankung nicht erkannten oder die Ursachen nicht klären konnten, wurden die Erkrankten chronifiziert.

Der letzte Punkt, die Chronifizierung, ist mir bei heutiger Durchsicht der Internetnachrichten ins Auge gesprungen. Da hatte ein Schreiber von Chronifizierung bei SARS-CoV-2 geschrieben.Da bin ich gänzlich vom Glauben abgekommen. Das ist für mich das Eingeständnis einer Unfähigkeit Krankheit verstehen und heilen zu können. Wir sollen also: mit SARS leben lernen? Das darf nicht sein.

Ich habe ebenfalls mehrere Jahre in einer Einrichtung für komplementäre Geriatrie – Seniorentagespflege – als Therapeut gearbeitet. Es kam immer mal wieder vor, dass Angehörige ihre Verwunderung darüber äußerten, dass Vater oder Mutter den/die wir betreuten, in einer psychisch besseren Verfassung nach Hause kamen als sie gegangen waren. Woran lag das? Wir haben uns um sie gekümmert! Wir haben ganz normal mit ihnen gesprochen, obwohl sie dement waren. Wir haben mit ihnen gelacht, Gesellschaftsspiele gespielt, sind gemeinsam spazieren gegangen, haben gerätselt u. a. m. Wir haben uns um denmenschlichen Faktor gekümmert, wenn ich das mal so ausdrücken darf.

Vor gut einem Jahr hatte die DAK großräumig im öffentlichen Raum in Berlin eine Plakataktion durchgeführt. Auf einem Plakat stand: Geht Omas drücken. Das war super! Leider ist das verpufft. Ich hatte mich schriftlich an die Krankenkasse gewandt und meine (therapeutische) Unterstützung angeboten. Leider erfolgte keine Reaktion.

Unser herrschendes Gesundheitssystem hat den menschlichen Faktor vergessen. Es wird gewogen, gezählt und gemessen und daraus herleitend eine Medizin – hier Impfungen – verordnet. Für alle Menschen gleich als wenn wir Maschinen wären. Aber das sind wir nicht. Deshalb muss Heilbehandlung, wenn sie auf Heilkunst beruhen soll, immer individuell erfolgen. Jeder Mensch ist anders.

Ich hoffe, dass Sie jetzt verstehen, weshalb ich kein Vertrauen in „unser“ so genanntes Gesundheitssystem habe, kein Vertrauen in die angeordneten „Gesundheits“-Maßnahmen.

Ich hoffe auf die nächste Bundestagswahl, dass sich anschließend etwas Entscheidendes verbessert.

Mit freundlichen Grüßen und „bleiben Sie schön gesund“
Raimar Ocken

Das vollständige Schreiben mit Anhang finden Sie unter http://wohlbefinden-in-berlin.de/einladung.pdf.