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Anmerkungen zur Frage „Wer oder Was ist ein Covidiot?“

Vorschlag für eine Sprachregelung

Alexander („Wer oder Was ist ein Covidiot?“) hat an vielen Beispielen aufgezeigt, dass „eigentlich“ Coronamaßnahmen-Befürworter und Coronamaßnahmen-Kritiker den jeweils anderen als Covidiot betiteln können.

Ein derartiger Sachverhalt erschwert die Kommunikation. Ohne eine vorgeschaltete Absprache, auf wen die Bezeichnung „Covidiot“ zutrifft bzw. nicht zutrifft, würden die Gesprächspartner an einander vorbei reden lassen, ohne dies sofort zu bemerken. Eine Klärung, wie dieses Dilemma aufgelöst werden kann, ist geboten.

Wurden Klärungsvorschläge „früher“ mit einem Hinweis auf den Duden oder den Brockhaus gestartet, so ist heutzutage Wikipedia zum Orientierungsstandard geworden. In Wikipedia lesen wir unter Covidiot:

„Der Begriff beschreibt in abwertender (pejorativer) Weise Menschen, die bewusst und die Öffentlichkeit suchend, die Existenz der Erkrankung Covid-19 bzw. des SARS-CoV-2-Virus leugnen, an Falschinformationen oder Verschwörungstheorien zur Covid-19-Pandemie glauben bzw. diese weiterverbreiten. Auch das Tätigen von Hamsterkäufen angesichts der Pandemie wird dazugerechnet.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Covidiot

Ein Covidiot ist ein „die Existenz der Erkrankung Covid-19 bzw. des SARS-CoV-2-Virus“ Leugnender. Deshalb werden Covidioten auch Corona-Leugner genannt. Laut Duden kann ein Idiot auch als Depp, Dummkopf, Ignorant oder Trottel bezeichnet werden.

Ungeachtet des immer noch lückenhaften Wissen über Covid-19 und SARS-CoV-2 kann nur ein Trottel, Ignorant, Dummkopf oder Depp leugnen, dass mit Co Covid-19 und SARS-CoV-2 etwas real Existierendes bezeichnet wird.

Es liegt in der Natur der Sache, dass es schwieriger ist, die Existenz von Viren aufzuzeigen als die Existenz des Gegenstands, der uns in diesem Moment ins Auge fällt, wenn wir hoch blicken. Wir können einer anderen Person durch einen Fingerzeig kenntlich machen, was uns in diesem Moment ins Auge fällt. (Gesetzt den Fall unser Sinne sind nicht durch Drogen oder anderes „verwirrt“.) Auf ein Coronavirus kann auch der klarste Verstand nicht mit dem Finger zeigen.

Ein „Schwarzes Loch“ können wir auch nicht „sehen“. Dies liegt auch in der Natur der Sache. Licht kann einem Schwarzen Loch nicht entweichen. Und sehen können wir nur Dinge, wenn sie Licht reflektieren. Ohne Lichtreflektion kein Gegenstand („im Auge des Betrachters“). Und dennoch sind wir geneigt, jemanden der die Existenz von Schwarzen Löchern leugnet, als einen Ignoranten zu bezeichnen. Das heißt: Nur Idioten sprechen Sachverhalten die Existenz ab, nur weil sie selber sie nicht sehen können.

In dieser Hinsicht können die folgenden Personen nicht als Covidioten bezeichnet werden:

„Und nein, ich bin auch kein Corona Leugner. Denn dieses Virus gibt es und es ist auch gefährlich.“

Alexander (Vorsitzender des Landesverbandes Berlin der Partei dieBasis)

„Ich habe immer gesagt … das man das Virus nicht dramatisieren sollte, aber auch nicht bagatellisieren.“ [Lanz zu Streeck: „Sie haben gesagt, es ist nicht das Killervirus, aber wir müssen es trotzdem ernst nehmen.“ Streeck: „Ja.“]

Prof. Streeck (Direktor des Institutes für Virologie an der Universität Bonn),
https://www.youtube.com/watch?v=zx5tZ9UdQE0

„Das ist kein Killervirus. In Bezug auf die Mortalität liegt das in einer Größenordnung weit unter 1%.“

Prof. Püschel (Leiter des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)
https://www.youtube.com/watch?v=2gwHGv0SKAs

„Das Virus ist erst mal weg. Wahrscheinlich wird es im Winter zurückkommen, das wird aber keine zweite Welle sein, sondern eben eine Erkältung.“

Prof. Stadler (Molekularbiologe, Ehemaliger Direktor des Instituts für Immunologie der Universität Bern)
https://www.mwgfd.de/wp-content/uploads/2020/06/Corona-warum-alle-falsch-lagen.pdf

Auch bei vielen, um nicht zu sagen der überwiegenden Anzahl von Kritikern an den Coronamaßnahmen der Regierung trifft dies zu. Auch sie können, laut Wikipedia, nicht als Covidioten bezeichnet werden.

Wir benötigen also einen Begriff (zunächst reicht ein Wort), um die Klasse der Coronamaßnahmen Kritiker, die von der Existenz des Coronavirus überzeugt sind (CoMaKiE) von der Klasse zu unterscheiden die die Coronamaßnahmen kritisieren und darüber hinaus auch noch die Existenz des Coronavirus leugnen (CoMaKiL). Es ist leicht zu erkennen, dass diese beiden Klassen teilerfremd sind. Wird eine Person in die Klasse CoMaKiE eingeordnet, so kann sie nicht auch zur Klasse CoMaKiL gehören. Im Gegensatz dazu kann z.B. eine Katze sowohl zur Klasse der Vierbeinerals auch zur Klasse der Säugetiere gehören.

Schauen wir uns die vier obengenannte Zitate an, so fällt auf, dass jeder Autor Eigenschaften des Coronavirus hervorhebt, die zur Kenntnis genommen werde sollten.

Autorhervorgehobene Eigenschaft
Alexanderdas Virus gibt es, es ist auch gefährlich
Streeckdas Virus nicht dramatisieren, aber auch nicht bagatellisieren
Püscheldas ist kein Killervirus, Mortalität liegt weit unter 1%
Stadlerdas Virus wird im Winter zurückkommen, aber als Erkältung

Menschen, die sich für etwas stark machen, die sich für das Werk einer Person oder für eine bestimmte Deutung dieses Werkes einsetzen, und/oder die eine bestimmte Haltung propagieren, bezeichnen wir häufig mit der Endung „ianer“.

Es ist deshalb nicht abwegig, Kritiker der Coronamaßnahmen, die von der Existenz des Virus überzeugt sind, und darüber hinaus noch bestimmte Eigenschaften des Virus hervorheben, als Coronianer zu bezeichnen.

Niemand hat das Recht mich Covidiot zu nennen, ich bin Coronianer.

Die Teilnehmer am Diskurs über die Coronamaßnahmen der Regierung, ließen sich somit in drei teilerfremde Gruppen einteilen.

In
(1) Maßnahmenbefürworter,
(2) Covidioten und
(3) Coronianer.

Durch die Verwendung dieser drei Bezeichnungen, würde die oben aufgezeigte Verwirrung vermieden, da eindeutig ist, wer in welche Klasse/Gruppe gehört.

Volker